Akutes Koronarsyndrom

Starke Schmerzen im Brustbereich, die oft bis in Arme, Hals, Kiefer und Rücken ausstrahlen, deuten auf eine lebensbedrohliche Phase der koronaren Herzkrankheit (KHK) hin und erfordern unverzügliche medizinische Hilfe. Sieht der herbeigerufene Notarzt einen Hinweis auf eine Durchblutungsstörung des Herzens, stellt er meist die vorläufige Arbeitsdiagnose akutes Koronarsyndrom (ACS).1,2

Solange die Ursache nicht eindeutig ist, können sich hinter der Differenzialdiagnose akutes Koronarsyndrom eine instabile Angina pectoris, ein Herzinfarkt sowie zahlreiche weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder nicht-kardiovaskuläre, andere Erkrankungen verbergen. Zur zügigen Abklärung können Arzt und Notfallteam vor Ort oder im Rettungswagen ein EKG erstellen und im Idealfall das Krankenhaus schon unterwegs über das Ergebnis informieren.1,3

Der akute Brustschmerz als typisches ACS-Symptom tritt oft zusammen auf mit Atemnot, Bauchschmerzen, Übelkeit und Schwindel, mit einem Engegefühl, blasser Haut und kaltem Schweiß. Betroffene, die älter sind als 75 Jahre, Frauen, Diabetiker und Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz oder Demenz haben zudem häufig völlig atypische Beschwerden.1,4

Ausgelöst wird das akute Koronarsyndrom, wenn sich Blutgerinnsel (Thromben) in den empfindlichen Herzkranzgefäßen bilden, die Arterien verengen oder sogar verstopfen und so die Blutversorgung des Herzmuskels beinträchtigen. Bei anhaltenden Durchblutungsstörungen droht ein Herzinfarkt.3

 

1. ESC/DGK-Pocket-Leitlinien, Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung (NSTE-ACS), Update 2011.
2. Post F et al., Internist 2010; 51 (8): 953-962.
3. Baer FM et al., in: Erdmann E, Klinische Kardiologie, Heidelberg 2011, S. 13–72.
4. Reinecke H et al., in: Greten H, Innere Medizin, Stuttgart 2010, S. 40-61.


L.DE.MKT.GM.12.2015.2523

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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