Häufigkeit und Vorkommen des akuten Koronarsyndroms

So genannte Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben sich infolge des ungesunden Lebensstils in den Industriegesellschaften stark verbreitet. Jedes Jahr sterben über 17 Millionen Menschen weltweit und mehr als vier Millionen in Europa an Herz-Kreislauf-Krankheiten. In Deutschland und den meisten Ländern Europas zählen Herz-Kreislauf-Krankheiten zur Todesursache Nummer eins. Experten gehen davon aus, dass sie bis zum Jahr 2020 auch in den Schwellenländern Haupttodesursache sein werden.5,6

Das akute Koronarsyndrom (ACS) ist eine gefährliche Komplikation der ihm zugrunde liegenden koronaren Herzkrankheit (KHK). Auch wenn die Sterberaten bei der koronaren Herzkrankheit in Nord- und Westeuropa im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte kontinuierlich gesunken sind, starben in Deutschland im Jahr 2010 immer noch mehr als 133.000 Menschen an der KHK. Trotz beachtlicher Fortschritte in der Akuttherapie müssen ACS-Patienten langfristig damit rechnen, ein weiteres kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden.6

Untersuchungsdaten aus der Praxis zeigen für ACS-Patienten eine Sterberate von rund 20 Prozent im Verlauf von fünf Jahren. Die Häufigkeit erneuter oder weiterer Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei diesen Patienten insgesamt hoch, trotz intensiver Nachbetreuung und Vorsorge (Sekundär-Prophylaxe).7

 

 

5. WHO GLOBAL STATUS REPORT on noncommunicable diseases 2014, S. 16.
6. EHN/ESC, European Cardiovascular Disease Statistics 2012, S. 10.
7. Fox KAA et al., Eur Heart J 2010; 31: 2755–2764.


L.DE.MKT.GM.12.2015.2523

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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