Notfallmaßnahmen

Bei anhaltendem Brustschmerz oder anderen typischen Anzeichen eines Herzinfarkts benötigt der Betroffene sofortige medizinische Behandlung. Weil es nun auf jede Sekunde ankommt, bleibt keine Zeit, sich noch mit Verwandten, Nachbarn, Freunden oder dem Hausarzt zu besprechen.

In dieser Situation gibt es nur einen Weg: Über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst alarmieren, dabei klar und deutlich den Verdacht auf einen Herzinfarkt äußern und die Telefonverbindung erst beenden, wenn die Adresse korrekt aufgenommen wurde. Es ist wichtig, selbst Ruhe zu bewahren.9

Bis Notarzt und Rettungswagen eintreffen, beruhigt man den Patienten, lagert ihn mit dem Oberkörper hoch, erleichtert so das Atmen, öffnet beengende Kleidung und beobachtet den Kreislauf, um bei Bewusstlosigkeit erste Hilfe leisten zu können.9

Im Laufe der ersten Stunde ist die Gefahr des Herzstillstands durch Kammerflimmern besonders groß. Dann ist unverzügliche Reanimation mit Herzdruckmassage und Beatmung lebenswichtig. In öffentlichen Bereichen sind mehr und mehr mobile automatisierte externe Defibrillatoren (AED) verfügbar, mit deren Hilfe selbst ein Laie versuchen kann, das Kammerflimmern zu stoppen und den Eigenrhythmus wiederherzustellen.12,13

 

 

9. BDI/BNK, www.internisten-im-netz.de/de_herzinfarkt-ursachen_28.html ff.
12. BÄK, Deutsches Ärzteblatt 98, 18 (04.05.2001).
13. Trappe HJ, in: Neues aus Kardiologie und Rhythmologie, Heidelberg 2009.


L.DE.MKT.GM.12.2015.2523

Suche



Video


Video

Blutgerinsel und ihre
möglichen Folgen



Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
Allgemeine Nutzungsbedingungen  •  Datenschutz •  Impressum  •  Sitemap