Lungenembolie erkennen

Die Symptome einer Lungenembolie sind unspezifisch und daher oft nicht eindeutig zu erkennen. Patienten äußern jedoch häufig Beschwerden wie Atemnot, Schmerzen im Brustkorb, Synkope (Ohnmacht), Fieber, Husten und /oder blutigen Auswurf. Die Symptome sind meistens abhängig von der Größe des Gerinnsels (Embolus) und vom persönlichen Gesundheitszustand.

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie nimmt der behandelnde Arzt eine ausführliche Diagnostik vor. Abgefragt werden die persönliche und familiäre Krankheitsgeschichte, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung. Weiterhin werden die so genannten Vitalparameter ermittelt sowie eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs, ein EKG und eine Blutgasanalyse erstellt. Anhand der Ergebnisse kann unterschieden werden zwischen Patienten, die ein niedriges oder hohes Risiko für das Vorliegen einer Lungenembolie haben. Weitere Untersuchungen führen dann zum gesicherten Nachweis oder Ausschluss der Erkrankung. Diese Untersuchungen sind:

Computertomographie: Mit einem speziellen Verfahren der Computertomografie, kann sie schnell und sicher erkannt oder ausgeschlossen werden. Diese Untersuchung erfolgt unter Röntgenstrahlung und erfordert die Verwendung von Röntgenkontrastmittel. Patienten mit Erkrankungen der Niere oder der Schilddrüse können daher nur mit besonderen Begleitmaßnahmen untersucht werden oder müssen mit anderen bildgebenden Verfahren abgeklärt werden.

Szintigraphie: Eine Alternative zur Computertomographie stellt die Szintigrafie dar. Dabei wird eine geringe Menge radioaktiven Materials in die Vene gespritzt und die Verteilung des Materials in den Lungengefäßen wird mit einem Detektor aufgezeichnet. Sollte ein Blutgefäß in der Lunge verstopft sein, dann zeigt sich keine Radioaktivität über diesem Abschnitt. Die Strahlenbelastung ist bei der Szintigrafie zwar deutlich geringer als bei der Computertomografie, aber das Verfahren kommt wegen der seltenen Verfügbarkeit und der im Verhältnis zu modernen CT langen Untersuchungsdauer in der Regel nur noch bei Patienten zum Einsatz, die eine Kontrastmittelallergie  oder andere Eigenschaften haben, die eine CT-Untersuchung verbieten.

Echokardiographie: Diese Herzultraschall-Untersuchung ist eine Routinemethode zur Diagnose von Herz-Erkrankungen. Sie erfolgt ohne Röntgenstrahlung und durch die bildhafte Darstellung können krankhafte Veränderungen erkannt werden.

D-Dimere: Diese sind bestimmte Abbauprodukte, die währen der Entstehung und Auflösung von Blutgerinnseln gebildet werden.  Sie können im Blut nachgewiesen werden. Bei D-Dimer-Spiegeln unter einem spezifischen Grenzwert ist eine Lungenembolie mit sehr hoher Sicherheit ausgeschlossen.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3047

Suche



Broschüre Lungenembolie


Broschüre Lungenembolie

Patienten-Broschüre



Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
Allgemeine Nutzungsbedingungen  •  Datenschutz •  Impressum  •  Sitemap