Rehabilitations-Anspruch und Kosten

Grundsätzlich hat jeder einen gesetzlichen Anspruch auf medizinisch notwendige Rehabilitations-Maßnahmen. Die gesetzlichen Grundlagen zur medizinischen Rehabilitation in Deutschland finden sich im Sozialgesetzbuch (SGB).
Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Rehabilitations-Maßnahmen werden in der Regel vom Leistungsträger bestimmt.

Eine Rehabilitation (Reha) kann nach vielfältigen Erkrankungen oder Ereignissen angesetzt werden, wie etwa nach Herzinfarkt, Schlaganfall, schweren Verletzungen, Krebserkrankungen oder größeren Operationen. Dazu zählt beispielsweise auch der Ersatz eines Knie- oder Hüftgelenks.

Bei einem solchen geplanten Eingriff ist es sinnvoll, die Reha bereits einige Zeit vorher zu organisieren und die Übernahme der Kosten zu klären, damit der Übergang von der Krankenhausbehandlung zur Rehabilitation möglichst rasch und reibungslos verläuft. Wichtig ist deshalb, dass Sie schon frühzeitig mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen.


Wer trägt die Kosten?

Es gibt verschiedene Kostenträger, die für die Erstattung der Behandlungskosten in Frage kommen. In den meisten Fällen sind die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) oder die gesetzliche Rentenversicherung zuständig.

Bei Personen im arbeitsfähigen Alter, bei denen die Reha einer Minderung der Erwerbstätigkeit vorbeugen soll, ist am häufigsten die gesetzliche Rentenversicherung für die Kostenübernahme zuständig.
Die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) kommt als Kostenträger in Frage, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung infolge eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit eingetreten ist.

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zumeist dann die Reha-Kosten, wenn kein anderer Leistungsträger wie gesetzliche Renten- oder Unfallversicherung vorrangig zuständig ist. Dies trifft vor allem zu bei Kindern, Jugendlichen, nicht berufstätigen Erwachsenen oder Rentnern. Bei privat Versicherten werden die Kosten möglicherweise von der privaten Krankenversicherung (PKV) getragen. Bei Beamten wird ein Teil von der Beihilfe erstattet.In den Fällen, in denen kein anderer Träger die Kosten übernimmt, springt in der Regel die Sozial- oder Jugendhilfe ein1.

1 http://www.familienratgeber.de (Zugriff am 20. Januar 2014)


Weitere Informationen

» Reha-Antrag


L.DE.MKT.GM.06.2016.3047

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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