Immobilisation

Die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Blutgerinnsel in die Beinvenen ist höher bei eingeschränkter körperlicher Aktivität, wie z.B. bei andauernder Bettlägerigkeit aufgrund einer Erkrankung, oder Ruhigstellung des Beines nach einer Verletzung oder Operation. Durch den Bewegungsmangel bei lang dauernden Reisen besteht nur ein geringes Thromboserisiko. Viele Patienten, die eine Reisethrombose entwickeln, sind jedoch durch andere Risikofaktoren vorbelastet. So kann schon im Vorhinein von einer erhöhten Thromboseneigung ausgegangen werden.

Thromboserisiko bei Reisen
Besonders auf Langstreckenflügen (länger als 8 Stunden) ist das Risiko für die Bildung einer Thrombose in den Beinvenen erhöht. Ursache für ein erhöhtes Thromboserisiko bei Reisen ist in erster Linie ein Bewegungsmangel infolge des längeren Sitzens. Das führt dazu, dass die Durchblutung vor allem im Bereich der Beine beeinträchtigt ist. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Economy-Class-Syndrom.
Für gesunde Menschen besteht nur ein geringes Thromboserisiko bei Reisen. Anders sieht es jedoch bei Personen aus, die bereits bestehende Risikofaktoren haben, beispielsweise

  • eine Thrombose in der Vergangenheit
  • ein chirurgischer Eingriff oder eine Verletzung innerhalb der letzten Tage oder Wochen
  • Schwangerschaft
  • Behandlung mit Hormonen (z.B. als Verhütungsmittel oder gegen die Beschwerden während oder nach den Wechseljahren)
  • Rauchen
  • hohes Alter
  • Fettleibigkeit oder
  • schwerwiegende Erkrankungen (wie z.B. Krebserkrankungen)

Wenn solche Risikofaktoren bestehen, sollten sich Reisende vor einem Langstreckenflug von ihrem Arzt umfassend beraten lassen und ggf. Maßnahmen zur Vorbeugung ergreifen.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3047

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Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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