Glossar
Arrhythmie – auch -> Herzrhythmusstörung genannt; Störungen des Herzschlags, das Herz kommt aus dem Tritt und es können lebensgefährliche Blutgerinnsel entstehen.
Antiarrhythmika – Medikamente, die das Herz nach dem Auftreten von Rhythmusstörungen wie beispielsweise dem -> Vorhofflimmern wieder in Takt bringen.
Antikoagulation – Gabe eines Medikamentes (Antikoagulans) zur Hemmung der Blutgerinnung.
Arteriosklerose – Ablagerungen aus Fett, Blutplättchen und in geringen Mengen auch Kalk, meist in den Arterien, die den Blutfluss behindern. Besonders gefährlich bei Entstehen von -> Atherothrombosen.
Aspirin – wird in niedrigen Dosen auch zur Hemmung der Blutplättchen eingesetzt.
Blutgerinnsel – auch -> Thrombus genannt. Das Blut verklumpt sich und kann die Blutversorgung blockieren.
Bypassoperation – operativer Eingriff, um die Blutversorgung (z. B. des Herzens) zu verbessern.
Compliance – Einnahme von Medikamenten nach ärztlicher Verordnung.
Cumarine – Gerinnungshemmer, die die Verarbeitung von Vitamin-K in der Leber blockieren. Auch unter dem Handelsnamen Marcumar® oder Falithrom® bekannt.
EKG (Elektrokardiogramm) – stellt die elektrischen Impulse des Herzschlags in einem Diagramm dar. Wichtig für die Diagnose von -> Herzrhythmusstörungen und anderen Herz-Erkrankungen.
Embolie – teilweiser oder vollständiger Verschluss einer Arterie z.B. durch eine -> Thrombose.
Faktor-Xa-Hemmer – seit 2008 eingesetzter direkter > Gerinnungshemmer, der in Tablettenform eingenommen wird. Durch seine direkte Wirkung reicht in der Regel eine einheitliche Dosis aus. Eine routinemäßige Kontrolle der Gerinnung ist nicht mehr notwendig.
Frequenzkontrolle – Behandlungsstrategie bei Vorhofflimmern; durch Einnahme von Medikamenten wird die Herzfrequenz auf einem normalen Bereich von 60 und 80 Schlägen pro Minute abgesenkt.
Hämostase – lebenswichtiger Prozess; stellt sicher, dass die durch Verletzungen der Blutgefäße entstehenden Blutungen zum Stillstand bringt.
Herzrhythmusstörungen – Störungen des Herzschlags, das Herz gerät aus dem Takt und es können lebensgefährliche Blutgerinnsel entstehen.
Heparin – Antikoagulans zur > Prävention und Behandlung von > Thromboembolien; Heparin kann subkutan (unter die Haut) oder intravenös (in die Vene) gespritzt werden.
Herzinsuffizienz – häufig auch als Herzschwäche bezeichnet; Zustand, bei dem das Herz nicht mehr in der Lage ist, die Organe ausreichend mit Blut zu versorgen.
Gerinnungsfaktor – Verschiedene Eiweiße die im Zusammenspiel für die Blutgerinnung zuständig sind.
Gerinnungshemmer – Medikament, um die Blutgerinnung zu verringern und damit das Entstehen von -> Blutgerinnseln zu verhindern.
Kardioversion – medikamentöse oder elektrische Therapie bei -> Vorhofflimmern; durch geeignete Arzneimittel oder durch gezielte Stromstöße wird Herz wieder in Takt gebracht.
Katheterablation – operatives Verfahren zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, bei dem gezielt Narben im Herzen gesetzt werden, um die Weiterleitung falscher elektrischer Impulse zu unterbrechen.
Lungenembolie - Blockade eines Blutgefäßes in der Lunge durch einen > Thrombus. Eine Lungenembolie kann das Lungengewebe dauerhaft schädigen und sogar zum Tod führen.
Herzinfarkt – Absterben von Teilen des Herzmuskels auf Grund einer Durchblutungsstörung z.B. durch eine Atherothrombose.
INR-Wert – (Internationalisierte normalisierte Ratio) – Wert, der die Gerinnungsfähigkeit des Blutes klassifiziert. Besitzt nur für Vitamin-K-Antagonisten Aussagekraft. Früher ->Quick-Wert genannt. Ein INR-Wert von 2-3 ist ideal zur Schlaganfallprophylaxe.
Ischämischer Schlaganfall - Schlaganfall in Folge einer unterbrochenen Blutversorgung (z.B. durch einen Gefäßverschluss).
Kompressionstherapie – verengt durch Druck den Durchmesser der Venen und unterstützt damit die Pumpfunktion. Kann auch als Thromboseprophylaxe auf langen Reisen geeignet sein.
Postthrombotisches Syndrom – Folgeerkrankung einer > Thrombose
Paroxysmales Vorhofflimmern – kurzes, anfallsartig auftretendes -> Vorhofflimmern
Permanentes Vorhofflimmern – dauerhaft auftretendes -> Vorhofflimmern
Persistierendes Vorhofflimmern – lang anhaltendes -> Vorhofflimmern
Prophylaxe – Vorbeugung, Krankheitsverhütung
Quick-Wert – veraltet für -> INR-Wert zur Einteilung der Blutgerinnungsfähigkeit des Blutes
Rezidiv – erneutes Auftreten einer Krankheit (Rückfall)
Rivaroxaban – auch -> Faktor-Xa-Inhibitor; Wirkstoff zur Gerinnungshemmung.
Rhythmuskontrolle – medikamentöse Therapie des > Vorhofflimmerns mit dem Ziel, den normalen Sinusrhythmus wieder herzustellen.
Schlaganfall – Lebensgefährliche Blockade der Blutgefäße im Gehirn.
Sinusknoten – steuert mit elektrischen Impulsen die Pumpfunktion des Herzens.
Stent – Gefäßstütze, wird in einer Operation eingesetzt, um die Gefäße zu weiten und die Blutversorgung zu optimieren.
Tiefe Beinvenenthrombose - Thrombosen in einer Vene, die Venenklappen dauerhaft schädigen können und zur > Embolie führen können.
Thrombin – Enzym, das die Blutgerinnung steuert
Thrombin-Inhibitoren – Medikamente, die Thrombin hemmen
Thrombus – auch -> Blutgerinnsel genannt. Das Blut verklumpt sich. Diese Verklumpung ist gefährlich, weil sie die Blutversorgung stören kann.
Thrombose – Gefäßerkrankung; tritt ein wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet und dieses dadurch verstopft.
Thromboseprophylaxe - Alle Maßnahmen einschließlich der medikamentösen, um eine Thrombose zu verhindern.
Thromboembolie – durch einen verschleppten Thrombus, der sich an anderer Stelle gebildet hat und mit dem Blutstrom mitgerissen wurde, verursachter Gefäßverschluss; die Thrombenbildung findet häufig in den tiefen Bein- und Beckenvenen, aber auch in den Herzohren infolge von > Vorhofflimmern, statt.
Veneninsuffizienz – medizinischer Fachbegriff für Venenschwäche mit Venenklappenstörungen
Venenschwäche – tritt meist in den Beinvenen auf. Damit bezeichnet man die gestört Pumpfunktion der Venenklappen durch die Weitung des Venendurchmessers.
Vitamin-K-Antagonisten (VKA) – seit den 1950er Jahren eingesetzter unselektiver > Gerinnungshemmer, der erstmals in Tablettenform eingenommen werden konnte; wichtige Vertreter sind die Wirkstoffe Warfarin und Phenprocoumon.
Vorhofflimmern – häufigste -> Herzrhythmusstörung. Das Herz kommt aus dem Takt und die Pumpfunktion des Herzen ist gestört. Allein nicht lebensgefährlich. Aber gefährliche Folgen möglich: -> Schlaganfall durch -> Thrombosen; Herzschwäche als Folge des schnelles Herzschlages