Thrombose

Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet. Grundsätzlich können Thrombosen in allen Blutgefäßen vorkommen. Am häufigsten treten Thrombosen jedoch in den tiefen Bein- und Beckenvenen auf.

Eine Thrombose-Entstehung hat meist nicht nur einen Grund allein. Bereits vor über 150 Jahren beschrieb der Berliner Pathologe Rudolf Virchow drei Faktoren, die sich gegenseitig verstärken und die Entstehung einer Thrombose begünstigen:

  • eine Veränderung des Blutstromes: Verlangsamung oder Verwirbelung des Blutflusses (z. B. Verlangsamung durch Bettlägerigkeit),
  • Schäden an der Gefäßwand (z. B. bei Operationen)
  • Veränderungen der Blutzusammensetzung, zum Beispiel Vermehrung von Blutgerinnungsfaktoren postoperativ, während der Schwangerschaft oder nach der Geburt des Kindes.

Diese drei Faktoren werden „Virchow’sche-Trias“ genannt und gelten noch heute.

Jedes Jahr sind in Deutschland bis zu 100.000 Menschen erstmals von einer Thrombose betroffen. Besonders gefährdet sind Patienten, die sich einer größeren orthopädischen Operation am Bein unterziehen, z. B. das Einsetzen einer Hüft- oder Kniegelenks-endoprothese. Bei diesen Patienten wird heute in aller Regel eine Thromboseprophylaxe, als vorbeugende Maßnahme durchgeführt.

Ebenfalls gefährdet sind Frauen während der Schwangerschaft, in der Zeit nach der Geburt, sowie während der Einnahme von Hormonpräparaten zur Empfängnisverhütung oder als Hormon-Ersatztherapie während und nach den Wechseljahren.


L.DE.GM.02.2014.1374

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Blutgerinsel und ihre
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Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2016 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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