Thrombolyse


Schlaganfälle, Lungenembolien oder auch der Herzinfarkt können durch verstopfte Blutgefäße ausgelöst werden. Dies geschieht durch Blutgerinnsel (Thromben), die den Blutdurchfluss verhindern.

 

Um folgenschweren Schädigungen der betroffenen Organe und daraus resultierenden Erkrankungen möglichst vorzubeugen, muss dieses Blutgerinnsel schnellstens aufgelöst werden. Die Auflösung solch einer Thrombose durch eine medikamentöse Therapie wird als Thrombolyse bezeichnet. Dazu stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die über eine Infusion systemisch, d.h. über den Blutkreislauf, im ganzen Körper verteilt werden.

 

Bei diesen Medikamenten handelt es sich um Enzyme – Eiweiße, die bestimmte Reaktionen in den Körperzellen fördern, oder um Wirkstoffe, die spezielle körpereigene Enzyme aktivieren, die das Blutgerinnsel auflösen.Die Thrombolyse ist kein Instrument, das sich für einen regelhaften Einsatz eignet. Sie kommt ausschließlich in akuten Notfallsituationen zum Einsatz – auch weil die entsprechenden Substanzen mit einem hohen Risiko für Blutungen verbunden sind.


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Zuletzt aktualisiert: 15. Mai 2012
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