Medikamentöse Therapie

Beim Verdacht auf eine Lungenembolie sollte sofort der Notarzt verständigt werden bzw. müssen die Patienten sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Je nachdem, welche Symptome vorliegen, verabreicht der Arzt Sauerstoff, Schmerzmittel, gegebenenfalls auch Medikamente, die den Kreislauf stabilisieren. Einige Patienten erhalten eine Lyse-Therapie. Eine wichtige Maßnahme der Lungenembolie-Behandlung besteht in einer Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulation) durch Gabe von Medikamenten zur Blutverdünnung (Antikoagulanzien). Diese sollen das Fortschreiten der Thrombose und ihre Folgen vermeiden. Die Therapie wird über einen Zeitraum von mehreren Monaten weitergeführt, um das erneute Auftreten von Thrombosen zu verhindern.

Antikoagulanzien – Gerinnungshemmende Medikamente
Seit den 1930er Jahren werden zur Prophylaxe und Behandlung Tiefer Venen-Thrombosen und Lungenembolie blutverdünnende Therapien eingesetzt. Heparine und Vitamin-K-Antagonisten haben sich in der Vergangenheit bewährt. Doch erfordert insbesondere die Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten eine kontinuierliche Überwachung der Gerinnung (sog. INR-Wert).

Seit einigen Jahren stehen neue wirksame Therapien zur Verfügung, bei denen das Medikament als Tablette eingenommen werden kann, ohne regelmäßige Kontrolle der Gerinnung, des sog. INR-Werts (internationalisierte normalisierte Ratio). Diese neuen Medikamente können an bestimmten Stellen des Gerinnungssystems eingreifen und dort gut kontrollierbar dazu beitragen, die Gerinnungsneigung, also auch die Neigung Thrombosen hervorzurufen, zu verringern. Zu den sogenannten „neuen Antikoagulanzien“ zählen beispielsweise die Faktor-Xa-Hemmer.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3047

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Zuletzt aktualisiert: 11. November 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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