Rezidive nach überstandener Lungenembolie

Ziel der Behandlung von Patienten mit überstandener Lungenembolie ist es, einer weiteren Erkrankung durch ein neues Blutgerinnsel vorzubeugen. Diese als Rezidive bezeichneten Wiedererkrankungen, können dieselben schweren Gesundheitsfolgen, zum Beispiel eine Lungenembolie, hervorrufen wie die Ersterkrankung. Eine weitere Folgeerkrankung kann die sogenannte chronische thromboembolische pulmonale Hypertonie sein, das zu Herzinsuffizienz führen kann.


Bisher wurde durch eine doppelte medikamentöse Therapie einer solchen Entwicklung entgegengewirkt: Zuerst werden die Patienten über einen begrenzten Zeitraum mit einem niedermolekularen Heparin, das gespritzt werden muss, behandelt. Daran, zeitweise auch schon gleichzeitig, schließt sich eine dauerhafte Therapie mit Cumarinen (Vitamin-K-Antagonisten) an.

Diese Vorgehensweise hat einige Nachteile. So müssen Heparine beispielsweise gespritzt werden, was vielen Patienten unangenehm ist. Die weitreichenderen Nachteile hängen allerdings mit der Vitamin-K-Antagonisten-Therapie zusammen. Diese Medikamente müssen sehr genau dosiert werden, was regelmäßige Kontrolluntersuchungen (z.B. Quick- oder  INR-Wertbestimmung) nötig macht. Außerdem muss sehr genau beachtet werden, welche Medikamente zusätzlich von den Patienten eingenommen werden, weil diese möglicherweise im Zusammenhang mit der Vitamin-K-Antagonisten-Therapie starke Nebenwirkungen hervorrufen. Schließlich muss bei Auswahl der Lebensmittel besondere Vorsicht walten, weil auch hier viele unerwünschte Wechselwirkungen zwichen Lebensmitteln und  dem Blutgerinnungshemmer zu beachten sind.

Neue Substanzen, wie z.B. Faktor-Xa-Hemmer, können hier eine Alternative darstellen, die die Behandlung von Patienten nach überstandener Thrombose deutlich erleichtern können. Denn der Faktor-Xa-Hemmer kann als Tablette eingenommen werden. Außerdem muss auf Wechselwirkungen mit Lebensmitteln keine Rücksicht genommen werden, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen im Vergleich zu den Vitamin-K-Antagonisten sehr viel seltener vor. Zudem ist eine regelmäßige Bestimmung des Gerinnungswertes ist nicht nötig.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3047

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Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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