Xarelto® (Rivaroxaban) bietet wirksamen Schutz für Patienten mit Typ 2-Diabetes und Vorhofflimmern (nv VHF)

 

Die jüngst publizierte Real-World-Studie RIVA-DM belegt mit umfangreichen Daten aus dem Praxisalltag die Sicherheit und Wirksamkeit von Xarelto bei Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern und Typ 2-Diabetes mellitus.1 Damit werden die bereits in der Zulassungsstudie ROCKET AF3 beobachteten signifikanten Vorteile# von Rivaroxaban gegenüber VKA eindrücklich bestätigt.

 

Die Kernergebnisse aus RIVA-DM sind eindrucksvoll, sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit

 

  • Reduktion (RRR) des vaskulären Todes um 10 % (HR 0,90, KI 0,86-0,95)
  • Reduktion (RRR) der systemischen Embolie um 18 % (HR 0,82, KI 0,66-1,02)
  • Reduktion (RRR) des kombinierten Endpunktes aus Schlaganfall / systemischer Embolie und vaskulärem Tod um 9 % (HR 0,91, KI 0,88-0,95)1


als auch hinsichtlich der Sicherheit einer Therapie mit Rivaroxaban vs. VKA

 

  • Reduktion (RRR) der Hospitalisierung wegen schwerer / klinisch relevanter Blutungen um 6 % (HR 0,94, KI 0,89-0,99)
  • Reduktion (RRR) kritischer Organblutungen um 37 % (HR 0,63, KI 0,55-0,72)
  • Reduktion (RRR) intrakranieller Blutungen um 28 % (HR 0,72, KI 0,62-0,84)1

 

 

RIVA-DM: Vorteile von Rivaroxaban vs. VKA in Real-World-Studie

 

In der von Coleman et al. in Cardiovascular Diabetology publizierten Studie RIVA-DM („Thromboembolism, bleeding and vascular death in nonvalvular atrial fibrillation patients with type 2 diabetes receiving rivaroxaban or warfarin“) wurden EHR-Daten (Electronic Health Record) von mehr als 110.000 Patienten mit nv VHF und T2DM analysiert. In der untersuchten Kohorte befanden sich 32.078 Patienten unter Behandlung mit Rivaroxaban (davon 31 % in der Dosierung von 15 mg) und 83.971 Patienten unter Behandlung mit Warfarin. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug 2,9 Jahre.

 

Die Auswertung ergab Hinweise auf Vorteile der Rivaroxaban-Therapie hinsichtlich der Schutzwirkung für die Patienten vor kardiovaskulärem Tod## und systemischer Embolie (Details s. Auflistung oben). Die Senkung der kardiovaskulären Mortalität erscheint vor allem deshalb beachtenswert, weil sie für ca. 80% aller kardiovaskulären Todesfälle bei Diabetes-Patienten verantwortlich ist.2

 

 

Bild 2
¤ primärer Wirksamkeitsendpunkt
Abb. 1: RIVA-DM: Wirksamkeit von Rivaroxaban vs. Warfarin bei Patienten mit nv VHF und T2DM1, modifiziert nach Coleman (2021).

 

Beachtenswert erscheint auch, dass sich der Vorteil einer Behandlung mit Rivaroxaban bereits von Beginn der Therapie an manifestierte, erkennbar an einer sehr frühzeitigen Trennung der Ereignisraten für den kombinierten Wirksamkeits-Endpunkt aus Schlaganfall / systemischer Embolie und vaskulärem Tod.1

 

 

Abbildung 3
Abb. 2: RIVA-DM: Kaplan-Meyer-Darstellung des kombinierten Wirksamkeitsendpunktes aus Schlaganfall / systemischer Embolie und vaskulärem Tod1, modifiziert nach Coleman (2021).

 

 

 

Auch hinsichtlich des Sicherheitsprofils zeigten sich Vorteile der Rivaroxaban-Therapie im Vergleich zu VKA (Warfarin) (Details s. Auflistung oben).1

 

 

Abbildung 4
¥ primärer Sicherheitsendpunkt
Abb. 3: RIVA-DM: Sicherheit von Rivaroxaban vs. Warfarin bei Patienten mit nv VHF und T2DM1, modifiziert nach Coleman (2021).

 

 

 

ROCKET AF: Vorteile von Rivaroxaban vs. VKA in Phase-III-Studie

 

Die Ergebnisse von RIVA-DM bestätigen Beobachtungen aus der Zulassungsstudie ROCKET AF, denn hier war bereits eine präspezifizierte Subgruppenanalyse der Patienten mit zusätzlichem Diabetes durchgeführt worden.3

 

 

Abbildung 4
* primärer Wirksamkeitsendpunkt
§ Sekundärer Wirksamkeitsendpunkt. In der Gesamtanalyse von ROCKET AF im Vergleich zu Warfarin keine signifikanten Unterschiede
Sekundärer Sicherheitsendpunkt in ROCKET AF (primärer Sicherheitsendpunkt: schwere und nicht-schwere klinisch relevante Blutungen HR 1,03 KI (0,96–1,11))
ǂ sekundärer Sicherheitsendpunkt
Abb. 4: ROCKET AF: Ereignisraten von Patienten unter Behandlung mit Rivaroxaban vs. Warfarin3, modifiziert nach Bansilal (2015).

 

 

 

Dabei zeigte sich für Diabetes-Patienten unter Rivaroxaban-Medikation im Vergleich zu Patienten unter Warfarin-Medikation neben einer Senkung des Schlaganfall-Risikos auch eine signifikante Reduktion des kardiovaskulären Todes um 20 % (2,8 vs. 3,7 Ereignisse pro 100 Patientenjahre, HR = 0,80, sekundärer Wirksamkeitsendpunkt, in der Gesamtanalyse von ROCKET AF im Vergleich zu Warfarin keine signifikanten Unterschiede). Rivaroxaban ist bislang das einzige NOAK, für das eine signifikante Senkung des KV-Todes gezeigt werden konnte.


 

REACH-REGISTER: Diabetiker tragen ein stark erhöhtes kardiovaskuläres Mortalitätsrisiko

 

Die übereinstimmenden Ergebnisse aus RIVA-DM und ROCKET AF sind deshalb so bedeutsam, weil das hohe kardiovaskuläre Risiko von Patienten mit der Komorbidität von Vorhofflimmern und Diabetes mellitus häufig unterschätzt wird. Daten aus dem REACH-Register mit mehr als 45.000 Patienten zeigen, dass sowohl die Gesamtmortalität als auch die kardiovaskuläre Mortalität, der nicht-tödliche Myokardinfarkt und die Kombination aus kardiovaskulärem Tod und Myokardinfarkt oder Schlaganfall bei VHF-Patienten mit Diabetes deutlich höher liegen als bei VHF-Patienten ohne Diabetes.4

 

 

Abbildung 5
Abb. 5: REACH-Register: 4-Jahres-Daten kardiovaskulärer Ereignisse bei Patienten mit und ohne Diabetes4, modifiziert nach Cavender (2015).

 

 

Fazit für die Praxis

 

Die Vorteile von Rivaroxaban gegenüber VKA sind in der Real-World-Studie RIVA-DM bei der wichtigen Gruppe von Patienten mit nv VHF und Typ 2-Diabetes erneut bestätigt worden. Damit zeigen sowohl Daten aus dem Praxisalltag als auch aus klinischen Phase-III-Studien, dass diese aufgrund ihres hohen kardiovaskulären Risikos besonders vulnerablen Patienten mit Xarelto wirksam und sicher vor Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod geschützt werden können.

 

 

PP-XAR-DE-2452-1

 

© esanum, Erscheinungsjahr: 2021

Referenzen und Erläuterungen:

EHR: Electronic Health Record
HR: Hazard Ratio
ICH: intra-cerebrale Blutung
KI: Konfidenzintervall
KV: kardiovaskulär
MI: Myokardinfarkt
NOAK: Nicht-Vitamin-K-abhängiges orales Antikoagulans
nv VHF: nicht valvuläres Vorhofflimmern
RRR: Relative Risikoreduktion
SE: systemische Embolie
T2DM: Typ 2-Diabetes mellitus
VKA: Vitamin-K-Antagonist
# Sekundärer Wirksamkeitsendpunkt Reduktion des kardiovaskulären Todes in der Subgruppe der nv VHF-Diabetiker. In der Gesamtanalyse von ROCKET-AF im Vergleich zu Warfarin keine signifikanten Unterschiede.
## Kardiovaskulärer Tod war im Rahmen der RIVA-DM Studie definiert als: ICD-9/ICD-10 Codes für akutes Koronarsyndrom, venöse Thromboembolie, Aortenplaque, Karotisstenose, Karotis Stenting, Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, intrakranielle Blutung (ICH), ischämische Herzkrankheit, Schlaganfall, schweres unerwünschtes Ereignis der Extremitäten, Myokardinfarkt, periphere Arterienerkrankung, systemische Embolie, Kammerflimmern /Arrest oder Revaskularisation im Zusammenhang mit einem Krankenhaus-Eintritt oder Notaufnahme innerhalb von 365 Tagen vor dem Todesdatum.
a Für mehr Extra Momente bei: - nv VHF: Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Nutzen Sie deshalb eine Schlaganfall-Prophylaxe, um Ihre Patienten mit Risikofaktoren zu schützen. - TVT/LE: Patienten mit Tiefer Venen Thrombose oder Lungenembolie (TVT/LE) haben ein hohes akutes und langfristiges Risiko. Schützen Sie Ihre Patienten über die gesamte Therapiedauer. - KHK/pAVK: Patienten mit koronarer Herzerkrankung/symptomatischer peripherer arterieller Verschlusserkrankung haben ein erhöhtes Risiko für ischämische Ereignisse. Nutzen Sie deshalb eine zusätzliche vaskuläre Protektion, um Ihre Patienten mit hohem ischämischem Risiko zu schützen.