Faktor-Xa-Hemmer

Die Blutgerinnung ist ein komplexer Ablauf, der über ein mehrstufiges System (Gerinnungskaskade) gesteuert und kontrolliert wird. Verschiedene Enzyme – Eiweiße, die Reaktionen zwischen zwei Molekülen fördern oder hemmen können – übernehmen dabei zentrale Aufgaben zur Regulation.

Eines dieser Enzyme, die auch als Gerinnungsfaktoren bezeichnet werden, ist der so genannte Faktor X (Faktor zehn). Er übt am Schnittpunkt der endogenen und exogenen Gerinnungskaskade seine regulierende Funktion aus. So lange die Blutgerinnung nicht angeregt wird,  beispielsweise durch eine Schürfwunde, liegt Faktor X in seiner inaktiven Form vor. Kommt es zu einer Verletzung oder wird wie beim Vorhofflimmern die Bildung eines Thrombus initiiert, wird das Enzym in seine aktive Form (Faktor Xa) umgewandelt und führt letztlich mit dazu, dass sich ein Gerinnsel bilden kann.

So genannte Faktor-Xa-Hemmer machen sich diese zentrale Funktion des Faktors zu Beginn der Gerinnungskaskade zunutze, indem sie an entscheidender Stelle an das Enzym binden und so dessen Wirkung blockieren. Dies führt dazu, dass das Blut keine Blutgerinnsel bilden kann, also „flüssig“ bleibt. Dieser Effekt ist zum Beispiel bei Patienten mit Vorhofflimmern erwünscht und soll verhindern, dass sich in den Vorhöfen des Herzens Blutgerinnsel bilden, die zu einem Schlaganfall führen können.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3051

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Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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