Thrombose-Risiko bei Hüft- und Kniegelenksersatz

Patienten, die sich einer größeren orthopädischen Operation unterziehen müssen, laufen Gefahr ein venöses Blutgerinnsel zu bilden. Solche Operationen sind zum Beispiel der Kniegelenks- oder auch der Hüftgelenksersatz.

Dabei kann es während des Eingriffs zu Verletzungen der großen Beinvenen oder zu einem Blutstau in den Beinvenen kommen. Bei einer Kniegelenks-Operation wird beispielsweise der Blutfluss im Operationsgebiet mit Absicht unterbunden, um einen großen Blutverlust während des Eingriffs zu vermeiden. Diese künstliche Blutstauung begünstigt allerdings die Bildung von Blutgerinnseln. Beugt man diesem Vorgang durch geeignete Medikamente nicht vor, können sich nach größeren orthopädischen Operationen an den Beinen bei bis zu sechs von zehn Patienten Blutgerinnsel in den Beinvenen bilden.

Medikamente, die der Bildung eines Blutgerinnsels vorbeugen können, sind zum Beispiel niedermolekulare Heparine, die im Umfeld der Operation regelmäßig gespritzt werden müssen. Schon seit einigen Jahren stehen alternative, einfacher durchzuführende Therapien zur Verfügung, bei denen das Medikament als Tablette eingenommen werden kann. Zu den sogenannten „neuen Antokoagulantien“ zählen beispielsweise die Faktor-Xa-Hemmer. Welche Therapie zur Anwendung kommt, entscheidet der behandelnde Arzt. Dabei bewertet er das individuelle Risiko jedes Patienten für ein Blutgerinnsel in Abhängigkeit von der Art der Operation.

Neben der medikamentösen Therapie gehört auch Krankengymnastik zu den vorbeugenden Maßnahmen, die nach der Operation zur Anwendung kommen. Denn je früher ein Patient wieder mobil wird, also das Krankenhausbett verlassen kann, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit ein Blutgerinnsel zu bilden, weil Bewegung die Zirkulation des Blutes fördert.


L.DE.MKT.GM.06.2016.3051

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Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2017 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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