Medikamentöse Therapie

Ein wichtiges Ziel der medikamentösen und interventionellen Therapie des Vorhofflimmerns sind die Rhythmus- und Frequenzkontrolle. Die Rückführung in einen gleichmäßigen Herzrhythmus kann durch Maßnahmen wie die elektrische Kardioversion oder eine Katheterablation (Verödung von krankhaft veränderten Erregungsherden) erfolgen. Eine weitere Möglichkeit  besteht in der Gabe spezieller, rhythmisierender, Medikamente wie  Betablockern, Calcium-Kanalblockern und Digitalis-Glykosiden. Sollten diese Maßnahmen nicht erfolgreich sein, steht die Frequenzkontrolle im Vordergrund. Das Herz sollte weder zu langsam noch zu schnell schlagen. Dies kann durch verschiedene Medikamente oder im Falle eines zu langsamen Herzschlages durch die Implantation eines Schrittmachers erreicht werden.

Außerdem zielt die Behandlung darauf ab, bei Patienten mit Vorhofflimmern einen Schlaganfall zu verhindern. Hierzu wurden in der Vergangenheit insbesondere Vitamin-K-Antagonisten (VKA) und Heparine eingesetzt. Heparine und indirekte Faktor-Xa-Hemmer müssen gespritzt werden. Vitamin-K-Antagonisten haben den Nachteil, dass aufgrund ihrer geringen therapeutischen Breite regelmäßig Gerinnungstests – so genannte INR-Bestimmungen - durchgeführt werden müssen.

Seit einigen Jahren stehen modernere Therapien zur Schlaganfall-Prophylaxe bei Vorhofflimmern zur Verfügung. Die sogenannten NOAK (nicht-Vitamin-K-abhängige Gerinnungshemmer) sind oral einzunehmende Antikoagulanzien, welche einzelne Gerinnungsfaktoren direkt hemmen, wie etwa den aktivierten Faktor II (FIIa = Thrombin) oder den aktivierten Faktor X (Faktor-Xa). Es handelt sich überwiegend um neuere Präparate, die erst seit 2011 in dieser Indikation in Europa zugelassen sind. 


L.DE.MKT.GM.03.2018.4596

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Zuletzt aktualisiert: 19. Juli 2018 - Copyright © Bayer Vital GmbH
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