Häufigkeit und Vorkommen

In Deutschland leiden heute schätzungsweise 1,8 Million Menschen unter Vorhofflimmern1. In den kommenden Jahren wird die Zahl der Betroffenen weiter zunehmen. Einerseits, weil Vorhofflimmern heute besser diagnostiziert wird, andererseits weil das Durchschnittsalter in der Bevölkerung ansteigt und Vorhofflimmern auch eine Alterserkrankung ist. Studien haben gezeigt, dass mit zunehmenden Alter mehr Menschen eine Vorhofflimmer-Erkrankung haben: Während in der Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren die Prävalenz bei ca. 0,5 % liegt, steigt sie bei Menschen jenseits des achtzigsten Lebensjahres auf 5 - 15 % an2.

Besonders gefürchtet ist bei Patienten mit Vorhofflimmern der Schlaganfall als Folgeerkrankung. Patienten mit Vorhofflimmern erleiden fünf Mal so häufig einen Schlaganfall wie Menschen ohne Vorhofflimmern. Aber nicht nur das zunehmende Alter kann die Gefahr, an Vorhofflimmern zu erkranken, steigern. Auch andere, schon vorhandene Erkrankungen können die Gefahr erhöhen. Zu diesen Erkrankungen gehören unter anderen:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzklappenerkrankung
  • Koronare Herzerkrankung/Herzinfarkt
  • Diabetes mellitus

Außerdem sind Männer häufiger von Vorhofflimmern betroffen als Frauen.

Ärzte unterscheiden heute drei Formen des Vorhofflimmerns: das so genannte paroxysmale, das persistierende und das permante Vorhofflimmern. Beim paroxysmalen Vorhofflimmern tritt die Rhythmusstörung über einen zeitlich eng begrenzten Zeitraum auf: Innerhalb von 7 Tagen, in der Regel in weniger als 48 Stunden, endet das Vorhofflimmern. Von einer permanenten Episode wird gesprochen, wenn die Dauer des Vorhofflimmerns länger als 1 Woche anhält und eine Kardioversion vorgenommen werden muss. Bei einer Kardioversion wird durch bestimmte Medikamente oder durch einen Elektroschock dem Herzen wieder zum richtigen Rhythmus, dem Sinusrhythmus, verholfen. Als permanentes Vorhofflimmern wird die Rhythmuserkrankung schließlich bezeichnet, wenn eine Kardioversion nicht wieder zum Sinusrhythmus führt bzw. das Vorhofflimmern innerhalb von 24 Stunden nach einer Kardioversion erneut auftritt.

Quelle:
1. Wilke T et al. Europace. 2013; 15:486-493
2. Camm AJ et al. European Heart Journal (2010) 31, 2369–2429


L.DE.MKT.GM.03.2018.4596

Suche



Sind Sie gefährdet?


Sind Sie gefährdet?

Testen Sie Ihr Thromboserisiko kostenfrei mit unserem Risiko-Check!



Zuletzt aktualisiert: 19. April 2018 - Copyright © Bayer Vital GmbH
Allgemeine Nutzungsbedingungen  •  Datenschutz •  Impressum  •  Sitemap